Lust auf Goethes Garten
- Die Akelei
- In der Natur, in lichten Laubwäldern, an Waldrändern und Gebüschen ist die Gemeine Akelei selten und geschützt.
- Sie liebt eher feuchte, lockere, humusreiche Lehmböden im Halbschatten.
- Die Akelei wächst bis zu einer Höhe von 30-80 cm, mit einer ganz besonderen nickenden, glockenförmigen Blütenform. Die äußeren fünf Blütenblätter sind zugespitzt und ausgebreitet. Bei den inneren fünf handelt es sich um Honigblätter, die abgerundet sind und zusammen eine Glockenform bilden. Sie besitzen je einen nach oben bogenförmig verlaufenden Sporn, der an seiner Spitze nach innen umgebogen ist. Will sich ein Insekt (meist sind es die Hummeln) über den Nektar im Spornfortsatz hermachen, so muss es die Staubblätter in der Mitte berühren. Blütezeit: Mai-Juli. Die oberen Stängelblätter sind dreilappig und sitzend, die unteren Blätter besitzen einen langen Stiel.
- Die Aurikel
- Standort: kühl, luftig, auch im Sommer im Freien. Sonst Wintergarten oder Gewächshaus.
- Licht: Hell, aber keine pralle Sonne. Im Freien halbschattig.
- Boden: Gute Blumenerde, durchlässig, mit etwas grobem Sand gemischt, pH um 7.
- Feuchtigkeit: Stets mäßig feucht, nie naß. An die Wachstumsphase angepaßt, zur Blütezeit reichlich, im Winter fast trocken.
- Höhe: um 15 bis 30 cm.
- Überwinterung: Wintertemperaturen um 10º, im Wintergarten oder Gewächshaus.
- Düngung: Flüssiger Blumendünger, aber nur 50% der empfohlenen Konzentration. Frühjahr bis Herbst alle 2 Wochen
- Pflanzzeit: Aussaat im Sommer. Teilung im Frühjahr bis Sommer nach der Blüte.
- Blütezeit: Frühjahr.
- Pflegehinweise: In kleineren Töpfen blühen Aurikeln reicher und bleiben gesünder. Beim Gießen die Blätter nicht benetzen. Im Winter etwas trocken halten bis neues Wachstum einsetzt.
- Jungfer im Grünen
- Am schönsten wirkt die Jungfer im Grünen in einer großflächigen Pflanzung.Sie blüht im zarten Himmelblau, und die ballonförmigen Früchte sind in dem feinzerteilten Laub versteckt.Diese lassen sich trocknen und in Gestecke verarbeiten.
- Standort: volle Sonne
- Boden: mittelschwer, nährstoffreich
- Aussaat: Mitte März ins Freiland, Pflanzabstand 20 bis 25 cm, Folgesaaten verlängern die Blütezeit
- Blütezeit: Juni bis September
- Die Levkoje
- Levkojen gibt es in vielfältigen Zuchtformen sie sprechen durch ihren betörenden Duft an. Die höheren Sorten sind am beliebtesten, da sie sich gut als Schnittblumen eignen. Man sät sie im Frühjahr für die Sommerblüte. Die sorgfältig abgehärteten Sämlinge werden ab Mitte Mai ausgepflanzt und blühen im Juni/Juli. Pflanzabstand ist ca 30 cm.
- Standort: sonnig und hell. Die Pflanzen müssen ständig feucht gehalten werden. Levkojen gedeihen am besten in gutgedüngtem, wasserdurchlässigem Boden. Um reiche Blütenpracht und Duft hervorzubringen, werden Levkojen ab Mitte Mai an einen sonnigen Platz gepflanzt.
- Neuere Sorten verzweigen sich von selbst und ihre Spitzen brauchen nicht ausgebrochen zu werden. Nach dem Abblühen kann man sie entfernen und durch Herbstblüher ersetzen. Levkojen werden aus Samen gezogen. Anzucht im März unter Glas bei ca. 13 - 15 Grad C. Nach dem Keimen die Temperatur auf 7 - 10 Grad C. reduzieren, Sämlinge in Töpfe vereinzeln.
- ABENDS
- Warum duften die Levkojen soviel schöner bei der Nacht?
- Warum brennen deine Lippen soviel röter bei der Nacht?
- Warum ist in meinem Herzen so die Sehnsucht auferwacht,
- Diese brennend roten Lippen dir zu küssen bei der Nacht?
- Theodor Storm (1817-1888)
- Das Löwenmäulchen
- Die Vielfalt der Löwenmäulchen gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Gartenblumen. Sie bereichern jeden Sommergarten durch ihre zahlreichen kräftigen Farben und die üppigen Blüten.
- Je nach Sorte wird die Einzelpflanze bis zu 1m hoch.
- Standort: sonnig.
- Boden: frisch, nährstoffreich.
- Aussaat: Im Februar und März bei 15 bis 18 Grad Celsius im Haus oder ab Ende Mai im Beet.
- Blütezeit: Im Juni bis im September.
- Pflege: Damit die Pflanzen besser verzweigen, knipst man die Triebe in einer Höhe von 10cm ab.
- Hornveilchen zeichnen sich durch eine lange Blütezeit von Mai bis September aus. Die Blütchen ergeben einen hübschen Vasenschmuck.
- Hornveilchen möchten einen sonnigen Platz oder auch lichten Halbschatten. Im Wurzelbereich von Gehölzen sollten sie aber nicht angesiedelt werden. Der Boden ist bestenfalls leicht feucht (frisch), denn Hornveilchen vertragen weder Trockenheit noch Hitze. Bei strengen Frösten werden die Pflanzen durch Nadelreisig geschützt.
- Das aus den Pyrenäen stammende Hornveilchen eignet sich gut für Beeteinfassung und die Vordergrundbepflanzung von Staudenrabatten, sowie für den Steingarten.
- Hornveilchen gehören zu den Pflanzen mit der längsten Blühdauer, unterbrechen das Blühen nur bei starkem Frost.
- Sie sind zwar meist kurzlebig, vermehren sich aber am zusagenden Standort durch Selbstaussaat.
- Die Malve
- Familie: Malvengewächse ( Malvaceae )
- Bezeichnung: Die wilde Malve lat. Malva sylvestris wird auch Hanfpappel, Hasenpappel und grosse Käsepappel genannt.
- Beschreibung: Als 2 jährige Pflanze bis zu 1.5 m hoch und bildet eine starke Pfahlwurzel. Der Stengel ist stark behaart. Die grünen gelappten Laubblätter können 3-7 zählig sein. Die Blüten erscheinen rosa bis lila und weisen eine auffällige Längsstreifung auf.
- Verbreitung: Die in weiten Teilen Europas und Asiens heimische Heilpflanze eignet sich im Sommergarten als Weg- oder Beetbegrenzung. Die Malve wächst ebenso gut auf trockenen Böden.
- Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält Gerbstoff, Schleim, Flavonolglykoside und Malvin.
- Medizinische Wirkung: Die wilde Malve wird Darmerkrankungen, Atemwegserkrankungen wie Husten, Bronchitis und Heiserkeit angewendet.
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